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100 Jahre Fußball

Ein Jahrhundert am Ball

Am Donnerstag, 20. Juni, fand im großen Festzelt auf dem Schnaitheimer Moldenberg der Festabend zum einhundertjährigen Bestehen der Fußballabteilung der TSG Schnaitheim statt. Über 300 aktive und ehemalige Fußballer und Freunde der Abteilung, darunter MdB Roderich Kiesewetter, erlebten ein buntes Programm mit Redebeiträgen, Ehrungen und einem humorigen Rückblick auf 100 Jahre Schnaitheimer Fußballgeschichte inklusive Kür der Jahrhundertelf.

Es war der emotionale Höhepunkt des Abends: Steffen Westhäuser und Michael Pfitzer schauten als Nikolaus und Knecht Ruprecht in Reimform zurück auf die bewegte Geschichte der drittgrößten Abteilung der TSG Schnaitheim. In lustigen Versen wurde auf die verschiedenen Epochen eingegangen. Dass gerade das vorweihnachtliche Gespann Nikolaus und Knecht Ruprecht im Sommer auftraten, liegt daran, dass Westhäuser seit mehr als 30 Jahren diese Rolle an den Weihnachtsfeiern der Fußballer einnimmt und dort das Jahresgeschehen als Gedicht zusammenfasst. Als feste Institution ist der Nikolausauftritt damit Teil der TSG-Kicker-Tradition.
Zum Abschluss wurde die Jahrhundertelf einzeln vorgestellt und auf die Bühne gerufen. In den Monaten zuvor hatte es Abstimmungen per Facebook und der Stadionzeitung der TSG-Kicker gegeben, um die wichtigsten Spieler der letzten 100 Jahre zu ermitteln.
Mit Ralf Polzer wurde zudem der Trainer des Jahrhunderts gewählt und mit Heinz Schebesta, Werner Klobasa und Dieter Mühlberger das Schiedsrichtergespann des Jahrhundert geehrt.
Begonnen hatte der Abend mit der Begrüßungsrede von Abteilungsleiter Horst Buck, der sich über das gut gefüllte Festzelt freute und die Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft begrüßte. Weitere Redebeiträge leisteten Matthias Heisler, Amtsleiter Familie, Sport und Kultur der Stadt Heidenheim, in Vertretung von OB Bernhard Ilg, Thomas Hessenauer, Vorstandsmitglied des Top-Sponsors Kreissparkasse Heidenheim, der TSG-Gesamtvereinsvorsitzende Wolfgang Schön sowie als Vertreter des WFV Rainer Domberg, der gemeinsam mit dem Bezirksvorsitzenden Jens Schuller zehn Fußballfunktionäre mit Ehrennadeln in Silber und Bronze auszeichnete.
Die gut gelaunten und bestens vorbereiteten Moderatoren Michael Pfitzer und Brian Günther führten sicher durch das Programm und ließen sich auch nicht vom zwischenzeitlichen Gewitter auf dem Moldenberg aus der Ruhe bringen.
Gleich am Eingangsbereich hatten die Organisatoren eine kleine Ausstellung aufgebaut mit Bildern, Artikeln und Exponaten aus 100 Jahren Fußball in Schnaitheim. Eingeladen waren alle ehemaligen Spieler und Betreuer der TSG Schnaitheim sowie Freunde und Gönner der Abteilung. Viele der Anwesenden hatten einander jahrzehntelang nicht gesehen, so dass es ein sehr schöner Abend mit vielen Erinnerungen und Anekdoten wurde.
Um das leibliche Wohl der Fußballer und deren Gäste sorgte sich die Handballabteilung der TSG Schnaitheim, damit sich die Gastgeber voll und ganz auf das Feiern konzentrieren konnten.

Volltreffer: Elfmeterturnier mit 28 Mannschaften

Am Freitag, den 21. Juni veranstalteten die TSG-Kicker ein Elfmeterturnier, zu dem die Schnaitheimer Abteilungen, Vereine und Unternehmen eingeladen wurden. Nicht weniger als grandiose 28 Mannschaften mit so klangvollen Namen wie Vollspann 2019, 1.FC Vollrausch oder Arsenal Longdong folgten dem Ruf und lieferten sich tolle Duelle. Am Ende setzten sich die Sportfreunde Fleinheim gegen das Team Lindner um Reinhold Lindner durch und feierte gemeinsam mit den anderen Mannschaften ausgiebig im Festzelt bei den Klängen der Heidenheimer Coverband „Unskilled“, die ihr begeistertes Publikum bis spät in die Nacht zu unterhalten wusste.

A bayrische Band auf dem Moldenberg

Der Samstag gehörte voll und ganz der Spider Murphy Gang. Die altgedienten Botschafter des bayrischen Rock’n’Roll lieferten den fast 1200 Fans im Zelt eine tolle Zeitreise zurück zu ihrer Glanzzeit in den 80ern. Hits wie Pfüati Gott Elisabeth, Schickeria und natürlich Skandal um Rosi wurden lautstark mitgesungen und sorgten bei allen auf dem Moldenberg für beste Stimmung. Das konnte auch nicht der Regen ändern, der vor dem Zelt für Woodstock-Erlebnisse sorgte.
Direkt nach der Spider Murphy Gang stieg eine weitere Party mit den beiden Schnaitheimer DJs Wogge und Zepp, die es blendend verstanden, auf das Publikum einzugehen, um auch noch die letzten Energiereserven beim Tanzen und Mitsingen bis in die Morgenstunden zu mobilisieren. Es war ein in vielerlei Hinsicht unvergesslicher Abend.

Ausklang mit Blasmusik

TSG-Ehrenmitglied Karl-Günther Wolf reagierte am Sonntagmorgen prompt und lud eine Ladung Kiesschotter als trockenen Zugangsweg zum Zelt und den Toilettenwagen ab, was den etwa 200 Gästen am Sonntag beim Frühschoppen mit dem Musikverein Schnaitheim einen angenehmen Zugang erlaubte. Der Musikverein trat in Bestbesetzung und bester Spiellaune an und zog das Publikum mit dem ersten Stück in den Bann. Dirigent Josef Basting trieb sein Orchester zu Höchstleistungen an und unterhielt das Zelt mit Gesangs- und Instrumentaleinlagen.

 

Die Jahrhundertmannschaft

Steffen Westhäuser, Torhüter in den 1980er- und 90er-Jahren, außerdem derzeit Physiotherapeut, Torwarttrainer und der sportliche Leiter der TSG-Fußballabteilung.

Michael Strahl, vor sechs Jahren bei einem Autounfall tödlich verunglückter linker Verteidiger der Landesligamannschaft.

Theo Nowacki, Innenverteidiger in der Landesliga und Bezirksliga, enorm kopfballstark.

Werner Czislinski, als Vorstopper in den 80er- und 90er-Jahren stets der Turm in der Schlacht, meiste Einsätze in der ersten Mannschaft.

Wolfgang Spahr, immer noch aktiver Verteidiger in der Landesliga und Bezirksliga, durch nichts aus der Ruhe zu bekommen.

Benjamin Kolb, einer der besten Mittelfeldspieler in der TSG-Geschichte.

Michael Pfitzer, „bester Zweitmannschaftsspieler aller Zeiten“, Teil der Bezirksligaaufsteiger und nach vielen Jahren in der zweiten Mannschaft starkes Comeback im Mittelfeld der Bezirksligamannschaft.

Angelo Chamizo, „der schwäbischste Spanier der Welt“, schussgewaltiger Dauerbrenner mit den meisten Einsätzen für die TSG überhaupt.

Wolfgang Liebert, Mittelfeldakteur der 70er- und 80er-Jahre, langjähriger Jugendleiter und guter Geist der Abteilung.

Rolf Westhäuser, pfeilschneller und torgefährlicher Außenstürmer und Teil der Amateurligaaufsteiger 1966.

Richard Vogel, überragender Spieler der 80er-Jahre, Vorbild für eine ganze Generation junger Spieler.

Matthias Kolb, bester TSG-Torjäger aller Zeiten, derzeit Spielführer der Bezirksligamannschaft